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  • Integration der Beteiligten

Integration der Beteiligten im Planungsprozess

Arbeitszeitprojekte sind nur unter Einbindung der Betroffenen dauerhaft erfolgreich (vgl. Interessensausgleich).

Hinsichtlich des Umfangs der Beteiligung einzelner Akteure im Projekt gibt es eine große Bandbreite von Möglichkeiten von (mit-)entscheiden über mitarbeiten, mitdiskutieren lassen bis hin zu verschiedenen Formen der Information.

Eine möglichst starke Beteiligung von Akteuren (z. B. durch Mitgliedschaft in der Projektgruppe) hat oft Vorteile:

  • Es gibt mehr Informationen im Projekt.
  • Bei der Auswahl von Alternativen ist es leichter, die günstigste Alternative auszuwählen.
  • Den Beteiligten sind die Hintergrundüberlegungen bekannt und das Vorhaben ist daher verständlich und akzeptabler.
  • Sie führt zu Qualifizierungsprozessen.
  • Beteiligung kann positive Mobilisierung bewirken.
  • Wenn zuerst Experten arbeiten, bringt es viel Aufwand mit sich, deren Überlegungen zu kommunizieren.


Mögliche Gründe gegen eine intensive Beteiligung können sein:

  • Mangelndes Interesse der Person am Thema (zu dem Zeitpunkt) oder kann oder will sie nichts beitragen?
  • Weckt die Diskussion des Themas Ängste, die eine lösungsorientierte Diskussion erschweren/unmöglich machen?
  • Gibt es mögliche Überforderungen hinsichtlich der Inhalte?
  • Führt die Beteiligung zu Verhandlungssituationen, die dann nicht von der Projektgruppe bearbeitet werden können?
  • Gibt es Überforderung durch Arbeit in der Projektgruppe?
  • Ist ausreichend Zeit für Projektarbeiten vorhanden?
  • Sind TeilnehmerInnen dominierenden Experten „ausgeliefert“?
  • Sind die Experten und Führungskräfte fähig, gemeinsam zu arbeiten?


Starke Beteiligung bringt in der Regel Aufwand für Kommunikation und Koordination mit sich und kann ein Projekt leicht überlasten. Zu geringe Beteiligung zieht allerdings noch mehr Aufwand für die „Sanierung“ nach sich.

Die Arbeitsform Workshop für den ersten Entwurf von Arbeitszeitmodellen und ihre Verfeinerung empfiehlt sich, wenn die Moderation durch einen qualifizierten Planer mit Computerunterstützung sichergestellt ist. Dadurch können sehr früh die betroffenen Personen in die Planung einbezogen, Anforderungen geklärt und Gestaltungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Schlüsselfragen sind so am effizientesten zu beantworten.