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Gastbeitrag: Belastungen durch Nachtarbeitsbereitschaften in betreuten Wohneinrichtungen

MitarbeiterInnen vo XIMES vermitteln ihr Fachwissen auch regelmäßig im Zuge der Lehrtätigkeit an der TU Wien und der Fachhochschulen des bfi Wien. Die folgenden Gastbeiträge zweier Studentinnen der Fachhochschule des BFI Wien (Bachelorstudiengang Arbeitsgestaltung & HR Management) nehmen Bezug auf Forschungsfragen, welche im Rahmen ihrer Diplomarbeit behandelt wurden.

Belastungen durch Nachtarbeitsbereitschaften in betreuten Wohneinrichtungen

Die, besonders durch jahrelang geleistete Nachtarbeit, entstehenden Gesundheitsrisiken psychosozialer oder physischer Natur sind bereits durch mehrere Studien erforscht. In Organisationen, die betreute Wohneinrichtungen führen, nimmt Nachtarbeit allerdings oft die Form von Nachtarbeitsbereitschaften an. Die ArbeitnehmerInnen haben die Möglichkeit in den Wohneinrichtungen des Arbeitgebers zu schlafen und müssen nur bei Bedarf den Schlaf unterbrechen und Nachtarbeit verrichten. Im Bereich der gesundheitlichen Auswirkungen von Nachtarbeitsbereitschaften existiert wenig nennenswerte Literatur. Die bereits vorhandenen Forschungsarbeiten konzentrieren sich meist auf Schichtdienste bzw. Nachtschichten.

Bei der im Zuge der Erstellung der Bachelorarbeit durchgeführten Befragung wurde unter Anderem die Auswirkung auf das Privatleben auf Grund der Nachtarbeitsbereitschaften abgefragt. Männer gaben nur leichte Probleme im Privatbereich auf Grund dieser Arbeitszeitform an. Bei den befragten Frauen ist die Zahl der Probleme im Privatleben auf Grund der Nachtarbeitsbereitschaften höher. Auch die Anzahl der durchschnittlichen Stunden Schlaf während der Nachtarbeitsbereitschaften variiert sehr zwischen weiblichen und männlichen ArbeitnehmerInnen. Der Wunsch nach größeren Zeitabständen zwischen den Nachtarbeitsbereit-schaften wurde von den befragten Personen als Änderungswunsch geäußert. Dadurch könnten negative gesundheitliche und soziale Folgen vorgebeugt werden.

Für weitere Informationen steht Ihnen Fr. Martina Maringer unter maringer@argos.at sehr gerne zur Verfügung.